Historische Ansichtskarte des Kreiskrankenhauses Sonneberg an der Neustadter Straße.

Kreiskrankenhaus Sonneberg: 1901–1945

Ein neues Krankenhaus, größere Gebäude und technische Veränderungen: Die Jahre zwischen 1901 und 1945 prägten den Klinikstandort an der Neustadter Straße.

Zur gesamten Ausstellung

1901: Ein neues Krankenhaus für Sonneberg

Im Juni 1900 begannen die Bauarbeiten für das neue Kreiskrankenhaus. 1901 wurde es an der Neustadter Straße eröffnet und löste die bisherige Einrichtung in Bettelhecken ab.

Das neue Haus verfügte einschließlich der Isolierbaracke über 56 Betten. Die Baukosten betrugen 225.000 Mark. An der Finanzierung beteiligten sich Staat, Herzog und Stadt Sonneberg; den übrigen Anteil trug der Kreis.

Mit dem Neubau entstand der Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung des heutigen Krankenhausstandorts.

Das Kreiskrankenhaus Sonneberg von 1901 bis 1926

Historische Fotografien und Dokumente zur Eröffnung des Kreiskrankenhauses Sonneberg 1901 sowie seiner Entwicklung bis 1926.
Historischer Operationssaal des Kreiskrankenhauses Sonneberg aus der Dokumentation des Neubaus von 1927.

Wachstum und Veränderungen bis 1927

Der Bahnhofsneubau zwischen 1902 und 1905 rückte den Bahnbetrieb näher an das Krankenhaus. Beschwerden führten 1914 zu einem Rechtsstreit. Dieser endete 1924 mit einem Vergleich und einer Entschädigungszahlung der Reichsbahn. Im folgenden Jahr beschloss der Kreisrat, Pläne für einen Krankenhausneubau auf dem bestehenden Grundstück erstellen zu lassen.

Im Juni 1926 begannen die Bauarbeiten; am 12. Oktober wurde Richtfest gefeiert. Die Einweihung des Neubaus folgte am 22. Dezember 1927. Er umfasste 103 Krankenbetten, Säuglings- und Kinderbetten nicht mitgerechnet.

Die Festschrift von 1927 zeigt die damalige Ausstattung: Eingangshalle, Krankensäle, Einzelzimmer, Operationssaal, Sterilisationsraum und Hauptküche. Auch ein Röntgen-Therapieraum ist dokumentiert. Die Aufnahmen vermitteln einen Eindruck davon, wie Behandlung, Pflege und Versorgung räumlich organisiert waren.

Neubau und Erweiterung des Kreiskrankenhauses 1926–1927

Ausstellungstafel zum Krankenhausneubau in Sonneberg 1926 und 1927 mit historischen Gebäudeaufnahmen und Bauplänen.

Historische Einblicke in das Krankenhaus Sonneberg von 1927

Historische Fotografien von 1927 zeigen Operationssaal, Krankenzimmer, Röntgenraum, Küche und weitere Räume des Kreiskrankenhauses Sonneberg.
Das Sonneberger Kreiskrankenhaus in einer Aufnahme in schwarz weiß aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.

Das Krankenhaus während des Zweiten Weltkriegs

1939 wurden die Abteilungen neu organisiert. Bereits Ende August bestand der Auftrag, 100 Lazarettbetten einzurichten. Bereiche des Krankenhauses wurden für die Versorgung schwer verwundeter Menschen umgestaltet; ein großes rotes Kreuz kennzeichnete das Dach.

Mit zunehmenden Verwundetentransporten wurde der Lazarettbetrieb erweitert. Auch Schulen und andere Einrichtungen dienten als Hilfslazarette. Die Krankenhausgeschichte dieser Jahre ist deshalb eng mit den Folgen des Krieges für die Region verbunden.

Das Krankenhaus Sonneberg als Lazarett im Zweiten Weltkrieg

Ausstellungstafel über das Kreiskrankenhaus Sonneberg während der Kriegsjahre 1935 bis 1945 und seine Nutzung als Lazarett.

Radiologie in Sonneberg: der Blick auf heute

Die historischen Aufnahmen zeigen, welche Rolle technische Einrichtungen bereits im Krankenhaus von 1927 spielten. Die heutige Radiologie am Medinos Klinikum Sonneberg unterstützt die stationäre Versorgung mit digitaler Röntgendiagnostik und Computertomographie.

MRT-Untersuchungen werden in Kooperation mit der am Klinikum ansässigen radiologischen Gemeinschaftspraxis durchgeführt. Für Interessierte aus Neustadt bei Coburg und dem Raum Coburg stellt die Fachbereichsseite die heutigen Untersuchungsmöglichkeiten am Standort Sonneberg vor.

 

Zur Radiologie im Klinikum

Die Geschichte geht weiter


Nach dem Krieg blieb das Krankenhaus erhalten und wurde in der DDR Zeit weiterhin genutzt.

Medizin in der DDR entdecken

Notfall