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Ein neues Krankenhaus, größere Gebäude und technische Veränderungen: Die Jahre zwischen 1901 und 1945 prägten den Klinikstandort an der Neustadter Straße.
Im Juni 1900 begannen die Bauarbeiten für das neue Kreiskrankenhaus. 1901 wurde es an der Neustadter Straße eröffnet und löste die bisherige Einrichtung in Bettelhecken ab.
Das neue Haus verfügte einschließlich der Isolierbaracke über 56 Betten. Die Baukosten betrugen 225.000 Mark. An der Finanzierung beteiligten sich Staat, Herzog und Stadt Sonneberg; den übrigen Anteil trug der Kreis.
Mit dem Neubau entstand der Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung des heutigen Krankenhausstandorts.
Der Bahnhofsneubau zwischen 1902 und 1905 rückte den Bahnbetrieb näher an das Krankenhaus. Beschwerden führten 1914 zu einem Rechtsstreit. Dieser endete 1924 mit einem Vergleich und einer Entschädigungszahlung der Reichsbahn. Im folgenden Jahr beschloss der Kreisrat, Pläne für einen Krankenhausneubau auf dem bestehenden Grundstück erstellen zu lassen.
Im Juni 1926 begannen die Bauarbeiten; am 12. Oktober wurde Richtfest gefeiert. Die Einweihung des Neubaus folgte am 22. Dezember 1927. Er umfasste 103 Krankenbetten, Säuglings- und Kinderbetten nicht mitgerechnet.
Die Festschrift von 1927 zeigt die damalige Ausstattung: Eingangshalle, Krankensäle, Einzelzimmer, Operationssaal, Sterilisationsraum und Hauptküche. Auch ein Röntgen-Therapieraum ist dokumentiert. Die Aufnahmen vermitteln einen Eindruck davon, wie Behandlung, Pflege und Versorgung räumlich organisiert waren.
1939 wurden die Abteilungen neu organisiert. Bereits Ende August bestand der Auftrag, 100 Lazarettbetten einzurichten. Bereiche des Krankenhauses wurden für die Versorgung schwer verwundeter Menschen umgestaltet; ein großes rotes Kreuz kennzeichnete das Dach.
Mit zunehmenden Verwundetentransporten wurde der Lazarettbetrieb erweitert. Auch Schulen und andere Einrichtungen dienten als Hilfslazarette. Die Krankenhausgeschichte dieser Jahre ist deshalb eng mit den Folgen des Krieges für die Region verbunden.
Die historischen Aufnahmen zeigen, welche Rolle technische Einrichtungen bereits im Krankenhaus von 1927 spielten. Die heutige Radiologie am Medinos Klinikum Sonneberg unterstützt die stationäre Versorgung mit digitaler Röntgendiagnostik und Computertomographie.
MRT-Untersuchungen werden in Kooperation mit der am Klinikum ansässigen radiologischen Gemeinschaftspraxis durchgeführt. Für Interessierte aus Neustadt bei Coburg und dem Raum Coburg stellt die Fachbereichsseite die heutigen Untersuchungsmöglichkeiten am Standort Sonneberg vor.
Nach dem Krieg blieb das Krankenhaus erhalten und wurde in der DDR Zeit weiterhin genutzt.